Kennst du das Gefühl, dass bestimmte Tage im Monat einfach „Comfort-Food-Tage“ sind? Nicht weil du Disziplin vermissen lässt, sondern weil dein Körper nach Wärme, nach etwas Sättigendem ruft. Und weil die Periode, der Blähbauch oder die bleierne Erschöpfung einfach präsenter sind als alles andere.
Ich kenne das. Jahrelang war bei mir genau diese Phase im Zyklus verbunden mit Schmerzen, Süßhunger und dem Wunsch, einfach irgendetwas Wohltuendes zu essen – ohne, dass es meine Beschwerden noch schlimmer gemacht hat.
Diese Buchweizen Waffeln mit Apfelmus sind meine Antwort auf genau diese Tage.
Ein kleines Wort vorweg.
Regelschmerzen sind häufig. Aber häufig heißt nicht normal – und es heißt nicht, dass du sie einfach hinnehmen musst. Was wir essen, kann beeinflussen, wie unser Körper mit Entzündungsgeschehen, Blutzucker und Zyklusbeschwerden umgeht. Das war einer der größten Hebel auf meinem eigenen Weg – und er steckt auch in diesem Rezept.
Buchweizen Waffeln mit Apfelmus – zyklusfreundlich, alltagstauglich, ohne Perfektion
Diese Buchweizen Waffeln sind:
- blutzuckerfreundlicher als klassische Waffelrezepte mit Weißmehl
- entzündungsärmer durch Buchweizen und gute Fette
- weichweizenfrei – für Frauen, die modernen Weizen nicht vertragen
- und ehrlich gesagt: einfach gut
Das Rezept: Buchweizen Waffeln mit Apfelmus
Für ca. 5–6 Waffeln
Zutaten
- 150 g Buchweizenmehl (ich bevorzue frisch gemahlenen Buchweizen)
- 50 g Vollkorndinkelmehl – am besten Urdinkel, Sorte Oberkulmer Rotkorn
- 250 ml Mandelmilch
- 50 g Butter oder Kokosöl (Butter nur, wenn du sie gut verträgst)
- 2 Eier
- 1 EL Honig
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
Zum Servieren: hausgemachtes oder naturbelassenes Apfelmark.
Zubereitung
- Alle trockenen Zutaten (Buchweizenmehl, Dinkelmehl, Backpulver, Salz) in einer Schüssel vermischen.
- weiche Butter, Mandelmilch, Eier und Honig dazugeben und alles zu einem glatten Teig rühren.
- Den Teig ca. 5 Minuten quellen lassen – das macht die Waffeln fluffiger.
- Waffeleisen vorheizen, leicht einfetten und den Teig portionsweise backen. Je nach Eisen ca. 4–5 Minuten pro Waffel.
- Mit Apfelmark servieren – fertig.
Warum diese Zutaten für Zyklusbeschwerden und Endometriose Ernährung relevant sein können
Buchweizen – das unterschätzte Pseudogetreide
Buchweizen ist kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs – und von Natur aus glutenfrei. Er enthält Rutin, einen sekundären Pflanzenstoff, der entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und die Blutgefäße stärken kann.
Außerdem liefert er Magnesium, das bei Menstruationskrämpfen eine wichtige Rolle spielen kann, und hat einen deutlich niedrigeren glykämischen Index als Weißmehl. Das bedeutet: weniger Blutzuckerspitzen, weniger reaktiver Hunger, ein stabileres Energiefundament – besonders in der zweiten Zyklushälfte.
Urdinkel – warum ich ihn dem modernen Weizen vorziehe
Ich habe viele Jahre komplett glutenfrei gelebt. Bis heute vertrage ich modernen Weizen nicht. Urdinkel dagegen bekommt mir gut – wenn er frisch gemahlen ist und nicht aus der Massenproduktion stammt. Urdinkel wie die Sorte Oberkulmer Rotkorn ist weniger stark gezüchtet, enthält mehr Mineralstoffe und ist für viele Frauen mit Weizensensitivität deutlich verträglicher. Frisch gemahlen sind zudem noch alle Vitamine und Mineralstoffe erhalten.
Wichtig: Das ist individuell. Wer Zöliakie hat oder stark auf Gluten reagiert, lässt den Dinkelanteil einfach weg und nimmt stattdessen mehr Buchweizen oder alternativ auch Mandelmehl oder Erdmandelmehl.
Kokosöl oder Butter – gute Fette als Basis
Gute Fette sind kein Feind der Gesundheit – sie sind ein wichtiger Baustein, unter anderem für die Hormonproduktion. Kokosöl enthält mittelkettige Fettsäuren, die leicht verdaulich sind und entzündungshemmend wirken können. Wer Butter gut verträgt, profitiert dort von den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K2.
Honig statt Raffinadezucker
Kleiner Unterschied, echter Unterschied. Honig hat einen niedrigeren glykämischen Index als weißer Zucker, enthält Enzyme und Mineralstoffe und macht das Rezept gleichzeitig natürlich süß ohne die starken Blutzuckerschwankungen, die raffinierter Zucker auslösen kann.
Was diese Buchweizen Waffeln nicht sind
Sie sind kein Wundermittel. Kein Rezept, das Endometriose heilt oder Regelschmerzen garantiert verschwinden lässt.
Was sie sein können: ein leckerer, alltagstauglicher Schritt hin zu einer Ernährungsweise, die deinen Körper stützt statt belastet. Ernährung ist einer von sieben Bausteinen, mit denen ich in meiner Arbeit arbeite – weil kein einzelner Baustein allein das Bild ergibt, aber jeder für sich zählt.
Mein Weg und was er mir gezeigt hat
Ich war die Frau, die dachte: Regelschmerzen gehören eben dazu. Ich wurde jahrelang nicht ernst genommen. Durch eine Ernährungsumstellung wurde ich schmerzfrei – und erst vier Jahre später bekam ich mit 33 Jahren durch Zufall die Diagnose Endometriose. Rückblickend hat diese Diagnose vieles erklärt. Gleichzeitig hat sie mir gezeigt: Veränderung musste nicht auf eine Diagnose warten.
Das ist meine Geschichte, kein pauschales Versprechen für dich. Aber sie ist der Grund, warum ich heute tue, was ich tue – und warum mir zyklusfreundliche Rezepte weit mehr sind als Küchenstücke.
Bereit, deinen Körper von innen heraus zu unterstützen?
Wenn du spürst, dass Ernährung, Darm und Nährstoffe mehr mit deinen Beschwerden zu tun haben könnten, als dir bisher gesagt wurde – dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Hol dir auch gerne meinen kostenlosen SOS-Guide bei Regelschmerzen, der dir zeigt, welche sanfte und natürliche Unterstützung du akut noch probieren kannst.
Dein Körper gibt dir Hinweise. Es lohnt sich, ihnen zuzuhören.
Ich bin Bea Pimanow, Ernährungs-, Darmgesundheits- und Vitalstoffberaterin und begleite Frauen mit Zyklusbeschwerden, Regelschmerzen, PMS, Endometriose, Verdauungsbeschwerden und Erschöpfung dabei, ihren Körper zu verstehen, zu unterstützen und ihm wieder zu vertrauen – von innen heraus. Mein Ansatz heißt Cycle Roots.